2019 - das Jahr der Elektroautos.

Nächstes Jahr soll der Durchbruch der E-Autos kommen.

Das oft zitierte Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektroautos im Jahr 2020 wird so zwar nicht erreicht. Aber die Nationale Plattform Mobilität geht mittlerweile davon aus, dass bald danach, im Jahr 2022, eine Million E-Wagen auf der Straße sein werden. Die wichtigsten Gründe, dass es wirklich so kommt:

Ein wichtiges Argument hat mit Emotion zu tun: Das für Käufer aus der Mittelschicht einigermaßen erschwingliche Model 3 von Tesla kommt im ersten Halbjahr auf den deutschen Markt. Nach massiven Anlaufschwierigkeiten hat sich die Produktion nun stabilisiert - und die Nachfrage ist weiterhin beachtlich. Auch hierzulande gefällt die Story dieser Firma vielen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer geht insofern davon aus, dass Tesla 2019 in Deutschland 20 000 Autos verkauft: "Dann tanzt Tesla-Chef Elon Musk den deutschen Autobauern in ihrem Heimatmarkt auf der Nase herum."

Von der Sichtbarkeit sei die Elektromobilität heute schon "weit überproportional" vertreten, sagt Arthur Kipferler von der Strategieberatung Berylls, was heißt: Da wird vor allem viel Wind gemacht. "Aber praktisch wird sich im kommenden Jahr etwas tun: Dann wird in fast jedem Showroom ein Elektro-Modell stehen."

Weiterhin wächst die Bereitschaft zum Kauf eines E-Autos. So ziehen 17 Prozent der deutschen Autofahrer den Kauf eines E-Autos in Erwägung; weitere 20 Prozent überlegen sich zumindest die Anschaffung eines Hybrids.

Der Autoexperte Dudenhöffer weist noch auf einen weiteren Umstand hin: Die Bundesregierung verbessert die Bedingungen für elektrisch betriebene Dienstwagen wesentlich. Normalerweise muss ein Dienstwagennutzer monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Für elektrifizierte Autos muss künftig nur noch ein halbes Prozent versteuert werden.

2019 werden weitere Städte in Deutschland für alte Diesel-Autos gesperrt. Zugleich zeichnet sich ab, dass auch recht moderne Dieselautos bis einschließlich der Klasse 6c von Fahrverboten betroffen sein könnten. Noch kann niemand die Dynamik dieser Entwicklung genau abschätzen, aber fest steht: Dem Absatz von Elektroautos schadet das sicher nicht. Denn Wagen mit dieser Antriebsform sind die einzigen, die auf jeden Fall einfahren dürfen.

Den vollständigen Artikel gibt es hier in der Süddeutschen Zeitung von 13. Dezember zu lesen.